Nietzsche statt Nachtruhe – 4 Tage Philosophie in Salzburg

Bis 3 Uhr in der Früh über Platon, Grenzen des Humors oder Erbschaftssteuern diskutieren – muss man mögen.

Egal, ob das Philosophieren im Klubraum oder das Spazieren durch die Stadt Salzburg: Der Bundeswettbewerb der Philosophieolympiade im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg wird für mich persönlich wohl der beste Ausflug gewesen sein, den ich während meiner Zeit am Gymnasium Gleisdorf machen durfte. 
Warum ich dabei war? Bei einer schulinternen Entscheidung wurde mein verfasster Essay zum steirischen Landesbewerb der Philosophieolympiade geschickt. Beim Landesbewerb erreichte ich den 4. Platz und durfte mich deshalb über eine Qualifikation für den Bundeswettbewerb in Salzburg freuen. Gemeinsam mit MMag. Eileen Kaiser reiste ich mit dem Zug nach Salzburg. Dort erwartete uns ein vielseitiges philosophisches Programm. Wir 29 Schülerinnen und Schüler hatten Workshops zu Themen wie Feminismus und Anarchie, sinnierten und flanierten durch die Salzburger Altstadt und mussten an einem Tag Essays zu verschiedenen Zitaten verfassen. 
Was ich geschrieben habe? Mein Essay mit dem Titel „Als die zwanglose Gesellschaft zur absoluten Freiheit erklärt wurde und uns diese später abhandenkam“ befasste sich mit dem Thema Willensfreiheit und behandelte dabei ein Zitat von Jean-Jacques Rousseau. Frau Prof. Kaiser und die anderen betreuenden Lehrkräfte hatten in Salzburg ebenfalls interessante Vorträge und durften an einem Tag die geschriebenen Essays anonymisiert bewerten. Ein gemeinsamer Programmpunkt und Highlight war ein Vortrag von Konrad Paul Liessmann im OVAL. Am letzten Tag stand die große Siegerehrung am Plan, bei der ich den 12. Platz und damit die zweitbeste steirische Leistung bei der österreichischen Philosophieolympiade erreichen konnte. Eine durchwegs positive Erfahrung, die sicher lange bleibt.

 

 

Leonhard Schadler, 8A